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26.07.2009: Aktuelle Marktübersicht: Billiger Atomstrom ist Legende

Eine aktuelle Marktübersicht der Deutschen Umwelthilfe zeigt: Anbieter mit viel Atomstrom im Mix sind im Schnitt teurer als die Öko-Konkurrenz.
Je mehr Atomkraft, umso höher der Strompreis - diesen Trend belegt eine Marktübersicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Die Umweltorganisation wertete die aktuellen Standardtarife von bundesweit mehr als 100 Anbietern aus und verglich diese mit dem Strommix des jeweiligen Unternehmens. Dabei zeigte sich, dass ein hoher Atomstromanteil meist mit hohen Preisen korreliert. "Unser Preisvergleich widerlegt die von den Atomkraftwerksbetreibern und ihren Lautsprechern in der Politik ständig wiederholte Behauptung, Atomstrom sei für die Kunden billiger, als Propagandalüge", sagte der Bundesgeschäftsführer der DUH, Rainer Baake.
Der Anstieg des Strompreises parallel mit dem Atomstromanteil zeigt sich gleichermaßen bei Kleinverbrauchern wie bei großen Haushalten. Die DUH bezog Jahresstromverbräuche von 1.000, 3.000 oder 5.000 Kilowattstunden in die Berechnungen ein. Ein Durchschnittshaushalt mit 3.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch bezahlt nach den vorliegenden Daten bei einem atomstromfreien Anbieter im Mittel rund 720 Euro im Jahr, bei einem Anbieter mit 50 Prozent Atomstrom hingegen 740 Euro. Möglich wurde eine solche Auswertung, weil das Energiewirtschaftsgesetz die Stromversorger seit einigen Jahren verpflichtet, im Internet und auf Werbeunterlagen auszuweisen, welchen Strommix sie ihren Kunden zuletzt geliefert haben.

> www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/billiger-atomstrom-ist-legende