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10.07.2009: Großer Unterschied zwischen dem Ausfall eines Trafo in einem Akw und einem konventionellen Kraftwerk

Wenn der Trafo ausfällt, muß in Sekundenbruchteilen der Generator entlastet werden, der starr mit der Turbine verbunden ist. Deswegen muß blitzschnell der Dampf um die Turbine herum geleitet werden. Bei einem Kohle- oder Gaskraftwerk kann man diesen Dampf notfalls sogar in die Luft ablassen.

Hingegen wird bei einem Siedewasserreaktor wie in Krümmel und wie auch in Gundremmingen (ebenso Isar 1, Brunsbüttel, Philippsburg) dieser Dampf direkt an den Brennelementen erzeugt und ist dementsprechend radioaktiv. Er kann nicht ins Freie gelassen werden. Auch muss dieser Dampf wieder zu Wasser kondensiert und dieses Wasser in den Reaktor zurück gepresst werden. Dabei handelt es sich um Tonnen je Sekunde. Ohne Wasserzufuhr würden die Brennelemente sich schnell stark erhitzen und schmelzen. Der GAU begänne.

Es ist für den Reaktor existenziell, dass genügend Wasser mit angepasster Temperatur wieder in den Reaktor gedrückt wird. Misslingt dieser Prozess und versagen die Notfalleinrichtungen, drohen schwere Störfälle bis zum größten anzunehmenden Unfall.

Am 13. Januar 1977 hatte der Block A in Gundremmingen bei einer wegen eines externen Kurzschlusses erforderlichen Schnellabschaltung keinen GAU aber einen Unfall mit Totalschaden. Die Kühlung konnte aufrecht gehalten werden, aber durch mehrere Fehler bedingt stand anschließend das Wasser einige Meter hoch im Reaktorgebäude. Wie viel Radioaktivität damals frei gesetzt wurde, ist nie veröffentlicht worden.